Corona – Börse und Mieten

Lesezeit: ca. 3 min / darüber nachdenken: jedem selbst überlassen

Börse

Bei der Talfahrt der Börsen wurde zwischenzeitlich der gesamte Handel ausgesetzt, damit „der Markt“ zur Ruhe kommen kann. Die Anleger und Investoren sollen druchatmen und sich besinnen und fragen ob das alles so richtig ist. Ich denke mal, das das vor dem Hintergrund geschieht, die Verluste möglichst gering zu halten. Es gibt dafür an der New Yorker Börse klare Regeln wenn der Leitindex um bestimmte Prozentpunkte fällt:

  • Stufe eins: ein Minus von sieben Prozent
  • Stufe zwei: ein Minus von 13 Prozent
  • Stufe drei: ein Minus von 20 Prozent

 

Ob das jetzt gut, schlecht, richtig oder falsch ist, interessiert mich nur am Rande. Was mir dabei nur auffällt, ist, dass es keine Regeln zur Aussetzung des Handels gibt, wenn die Börse stark steigt. Muss „der Markt“ sich dann nicht beruhigen? Sollten die Anleger nicht dann auch einmal durchatmen und sich besinnen und fragen ob das alles so richtig ist? Dann wird der Gier nach immer mehr freien Lauf gelassen und keiner kommt auf die Idee den Handel mal auszusetzen.

Ob diese Vorgehensweise und Einstellung für eine Gesellschaft langfristig gut ist mag jeder für sich selber entscheiden. Ich denke für mich, dass die langfristigen Folgen von so einer Denk- und Lebensweise uns noch einmal richtig vor die Füße fallen wird.

 

Mieten

In den heutigen Nachrichten wurden einige Gastronomen gezeigt, die durch den Besucherrückgang schon schwer zu kämpfen haben. Und wenn jetzt noch eine Schließung für mehrere Wochen ansteht, stehen viele vor dem aus. Was fast alle angesprochen haben war, das sie Angestellte ja noch entlassen könnten, aber die Mieten weiterbezahlt werden müssen.

Da stellt sich mir die Frage, wer denn die Vermieter sind? Sind es z.B. Investmentfonds die ihr Geld in Steuerparadiesen (was für ein obzöner Begriff) schaffen? Sollte das der Fall sein, könnten diese Vermieter doch auch einmal auf etwas verzichten und aufgrund der besonderen Situation ihren Mietern entgegenkommen. Leider wird dies nirgends thematisiert. Die Servicekraft kann man entlassen, aber der Investor der die Miete kassiert bleibt unbehelligt.

Das gleiche gilt auch für die Menschen die in einer Mietwohnung leben und nun eventuell von Gehaltseinbußen betroffen sein werden. Der Wohnungsbaukonzern Vonovia hat letztes Jahr seinen Gewinn auf 1,2 Milliarden Euro gesteigert. Ich bin gespannt ob Vonovia seinen Mietern wenn sie jetzt durch Corona in so eine Situation kommen, das sie nicht mehr genug Geld für die Miete haben, ihnen entgegenkommt. Ich glaube es nicht, aber ich hoffe ich Irre mich.

Nutze-deinen-Kopf / Laß nicht Andere für Dich denken

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