Impfpflicht – Frage ans Bundesministerium für Gesundheit

Lesezeit: ca. 6 min / darüber nachdenken: jedem selbst überlassen

Zur Zeit setze ich mich viel mit dem Thema Gesundheit auseinander. Dabei besonders mit den Bereichen Impfen und Vorsorge. Das sind leider Themen wo man sehr leicht anecken kann, um nicht zu sagen, man betritt damit ein Minenfeld! Jeder hat da seine Meinung, die aber leider fast nie darauf zurück geht, dass man sich selber informiert hat.

Ich habe ja auch fast mein Leben lang den offiziellen Verlautbarungen und den Mainstreammedien  geglaubt. Seitdem ich versuche mir eine eigenständige Meinung zu bilden, hat sich so manche bisherige Sichtweise geändert. Und beim Versuch sich zu informieren stösst man bei offiziellen Stellen fast immer auf Widerstand, was mir sehr bedenklich erscheint.

So auch bei einer einfachen Anfrage an das Bundesgesundheitsministerium (BGM). Mich interessiert wie die Zahlen zur Herdenimmunität zustande kommen, da das eines der Hauptargumente war womit die Impfpflicht begründet wurde. Leider konnte ich diese Studien nirgends finden, so dass ich beim BGM nachgefragt habe:

Sehr geehrte Damen und Herren vom Gesundheitsministerium.

Im Zuge der nun eingeführten Impfpflicht gegen Masern liest man immer das die Herdenimmunität ab 95% Impfrate erreicht wird. Leider finde ich dazu keine wissentschaftliche Studie, wo diese 95% festgestellt wurden. Können es nicht auch 93,8 oder 91,7 oder 96,4 oder was auch immer sein?

Da die Imfprate in Deutschland mit 92,8% nicht viel von den 95% abweicht, würde mich die wissentschaftliche Studie dazu interessieren. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir diese Studie(n), bzw. einen Link dazu zukommen lassen würden.

Leider kam darauf nur eine nichtssagende, automatisierte Antwort die ich nicht veröffentlichen darf, da sie „vertraulich und exclusiv“ ist und nur mit Zustimmung veröffentlich werden darf.

Ich kann nur jedem empfehlen, einmal Anfragen an öffentliche Institutionen zu stellen. Es ist für mich immer wieder überraschend, oder besser gesagt frustrierend, wie damit umgegangen wird.

Hier meine Antwort auf die Nichtantwort:

Sehr geehrte Damen, Herren und Automaten.

Ich habe Ihre enttäuschende Antwort auf meine Frage nach einer wissentschaftlichen Studie, woraus hervorgeht das ab 95% Imfprate die Herdenimmunität gewährleistet ist, erhalten.

Darf ich Sie darauf hinweisen das wir in einer Demokratie leben, wo die Bürger an den demokratischen Prozessen beteiligt sein sollten und wo alle Informationen die zu Gesetzen führen auch öffentlich bekannt sein sollten.

Es wird eine Impfpflicht eingeführt und Sie geben keine Auskunft darüber welche Studien und Zahlen dafür zu Grunde lagen? Solche Informationen fallen doch wohl unter das Informtionsfreiheitsgesetz, oder täusche ich mich da?

Die von mir angefragte Studie sollte doch wohl vorliegen und Sie müssten ohne weiteres darauf verweisen können. Wenn Sie das nicht machen, kann ich daraus nur schließen dass es keine zuverlässigen Studien gibt. Was das weiter heißt brauche ich wohl nicht näher auszuführen.

Ich hoffe Sie überdenken Ihre Entscheidung noch einmal und lassen mir die entsprechende Studie bzw. einen Verweis darauf zukommen.

Sollte ich eine weitere Antwort erhalten, werde ich in einem weiteren Beitrag darauf eingehen.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, jeder sollte sich weiter informieren als das was uns so vorgesetzt wird, besonders bei so einem Thema wie Gesundheit. Dabei ist zu bedenken, das auch unser Gesundheitssystem im Kapitalismus immer weiter wachsen muss. Und es kann nur wachsen, wenn es mehr Kranke gibt.

Und wenn Anfragen zu bestimmten Themen nicht ansatzweise beantwortet werden, sollte man noch skeptischer werden und sich fragen warum das wohl so ist.

Zur Herdenimmunität habe ich noch einen Absatz „Ist der Impfschutz wirklich so niedrig?“ in diesem Artikel gefunden: https://www.heise.de/tp/features/Impfpflicht-im-Kontext-unserer-Gesundheitskultur-4587801.html

„So zitiert die Website der Tagesschau etwa Zahlen der Weltgesundheitsorganisation, wonach 97% der Menschen in Deutschland eine und 92% zwei Masernimpfungen hätten. Vollständigen Schutz erreiche man nur mit beiden Impfungen; nach der ersten seien 90 bis 95% der Geimpften geschützt.

Wenn man nun aber nachrechnet, dann ergibt sich gemäß diesen Zahlen, dass heute schon 92% zuzüglich 90-95% der verbleibenden 5% mit nur einer Impfung hinreichend geschützt sind, also 96,5 bis 96,8% der Bevölkerung. Deutschland liegt demnach über der empfohlenen 95%-Marke. Die dramatisch klingenden Warnberichte stimmen nicht.“

Nutze deinen Kopf / Laß nicht Andere für Dich denken

 

 

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