Ohne Impfung keine Beatmung

Wie konsequent sind Menschen die forden, dass Jemand ohne Impfung keine Beatmung erhalten soll? Man kann ja mal ein bisschen weiterdenken.

Lesezeit: ca. 3 min / darüber nachdenken: jedem selbst überlassen

Bild von Peter H auf Pixabay

Folgendes Zitat stammt von Dr. Wolfram Henn, ein Mitglied des Ethikrats:

Wer partout das Impfen verweigern will, der sollte, bitte schön, auch ständig ein Dokument bei sich tragen mit der Aufschrift: Ich will nicht geimpft werden! Ich will den Schutz vor der Krankheit anderen überlassen! Ich will, wenn ich krank werde, mein Intensivbett und mein Beatmungsgerät anderen überlassen.

siehe hier

Bei der gegenwärtigen Stimmung in Deutschland kann ich mir vorstellen dass es viele Mitmenschen gibt, die diese Auffassung teilen.

Wenn ein Mensch seine Mitmenschen für dessen (anderer) Meinung (Querdenker, Covidoten, Covidjünger, AfD-Wähler, Linkspopulist, Rechtspopulist, Klimaleugner, Putinversteher, Verschwörungstheoretiker, …) diffamiert und verächtlich macht, ausgrenzt und meidet, ist dieser Mensch dann auch so konsequent und läßt sich im Notfall von solch einem Mitmenschen nicht helfen?

Man stelle sich folgende Situation vor:

Jemand fährt auf einer verlassenen Landstrasse Nachts gegen einen Baum und ist schwer verletzt. Jetzt kommt nach langem Warten Hilfe vorbei. Fragt der Schwerverletzte den Helfer dann erst, ob dieser auch geimpft ist? Achtet er darauf das der Helfer eine Maske trägt? Läßt er sich vom Helfer nur in ein Krankenhaus fahren von dem er weiß das der Arzt der ihn behandeln wird kein AfD Wähler ist? Stellt er auch sicher, dass die Krankenschwestern auch nie auf eine Querdenker-Demo waren?

Ich denke wir grenzen uns von unseren Mitmenschen immer weiter ab (bzw. wir lassen uns immer weiter abgrenzen). Dabei vergessen wir, dass wir jederzeit in eine Situation kommen können wo wir aber auch auf Hilfe von Menschen angewiesen sind, mit denen wir doch eigentlich nichts zu tun haben wollen.

Deshalb meine Frage an Dr. Wolfram Henn und an alle die sich seiner Meinung anschließen:
Sind die Mitmenschen die eine andere Meinung haben so wenig wert das Sie sich von diesen auch im Notfall nicht helfen lassen würden? Könnten Sie Ihrem Lebensretter dankbar sein, obwohl er doch ein Querdenker, Covidoten, Covidjünger, AfD-Wähler, Linkspopulist, Rechtspopulist, Klimaleugner, Putinversteher, Verschwörungstheoretiker, … ist?

Ich bin davon überzeugt, dass sowohl Dr. Wolfram Henn als auch alle die die seiner Meinung sind, in solch einem Extremfall Meinungen und Einstellungen der helfenden Person überhaupt nicht  interessieren. Ist es dann nicht möglich auch im täglichen Umgang miteinander den anderen als Mitmensch  zu sehen? Als jemanden der mir vielleicht einmal helfen kann und dem ich vielleicht einmal helfen kann?

Natürlich umgibt man sich wenn möglich mit Menschen die der eigenen Meinung nahe stehen. Aber man sollte nie vergessen, dass man oft genug in Situationen kommen kann wo Meinung und Einstellung total egal und nebensächlich sind.
Und wenn wir im Notfall so tolerant sind über Meinung und Einstellung der Mitmenschen wegzusehen, dann sollten wir doch auch im Alltag bereit sein in unsere Mitmenschen Menschen zu sehen, die wertvoll sind oder sogar für uns wertvoll werden können.

Nutze Deinen Kopf / Laß nicht Andere für Dich denken

siehe dazu auch:
https://www.nutze-deinen-kopf.de/timo-werner-hsohn/

2 Gedanken zu „Ohne Impfung keine Beatmung“

  1. Völliger Unsinn! Ich überlasse den Schutz vor Krankheit nicht Anderen, sondern MEINEM Immunsystem. Eine ziemlich dumme Äußerung dieses „Ethikratsherrn“.

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  2. [ .. Zitat von Dr. Wolfram Henn, Mitglied des Ethikrats ..]

    Soso Mitglied des Ethikrats. Wohl eher ein legitimer Nachfahre von Adolf Hitler und seiner psychopathischen Geisteskranken. Statt den Judenstern auf der Jacke ein Dokument in der Tasche. Wo ist der Unterschied? Hitler war um vieles humaner. Er ließ Leute abknallen, die er nicht „mochte“. Heute ist es „humaner „, man ächtet jemand und hofft das Volk zerfetzt ihn. Auch eine Form von Idioten Demokratie, mit dem Nachtisch einer Henkers Mahlzeit. Kennt man ja von Rom, Brot und Spiele. Die Arena ist die Straße, wo jeder Nicht Geimpfte „hingerichtet“ werden kann. Die Polizei ist dann stets „anderweitig“ beschäftigt.

    Dabei gibt es eine Lösung, die jedem gefällt. Man siehe sich auf den Suizid Foren & Co um. Erstaunlich die Gründe, die zum Ableben führen. Wenn dieser Wolfram (der Wolf im Schafsfell) die aktive Sterbehilfe für Jeden salonfähig macht, wird der „Andrang“, weit über den Erwartungen liegen. Ich habe mich diskret mal ungehört. Es sind viele, Altersgruppe querbeet, die gerne auf ein „beschissenes“ Leben (weiterleben) verzichten.

    Wie aber funktioniert das Welttheater, wenn man gehen kann, nur weil man die Schnauze voll hat und oder Arm ist? Ist es nicht so, wer stirbt kommt automatisch in den Himmel, denn in der Hölle war man ein Leben lang.

    Was ist Ethik heute überhaupt? Die Welt gehört den Wohlhabenden (wozu auch Norbert, Wika zählen dürften), den Reichen und Möchtegern Machthabern. Wen juckt es, wenn der Nachbar plötzlich nicht mehr da ist? Irgendein Mensch auf der Straße, an dem man gewohnheitsmäßig achtlos vorbei geht, selbst wenn er eine blutende Wunde hat.

    „Ein wenig mehr Ehrlichkeit, Rückgrat, so wie ein Arsch in der Hose, würde uns allen gut tun. Aber Heuchelei ist ja das Prädikat der besseren Gesellschaft.“

    Das nicht legitimieren von aktiver Sterbehilfe, ist heute schlimmer als die „Feigheit vor dem Feind“. Ja wo sind sie denn nun, jene feigen Kriecher die sich Ärzte & Co nennen? Im Stich lassen ist die bessere Wahl, weil Verantwortung, man müßte ja dann was tun, nur noch lästig ist.

    Toll wie es läuft. OPs werden annulliert, abgelehnt. Zum Arzt gehen, wird zum Lottospielen. Nur wer alle Zahlen mit Super Zahl hat, wird behandelt. Der Rest hat umsonst stundenlang gewartet.

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